10 originelle Wege, die Vergangenheit des Eisdener Bergbaus wieder aufleben zu lassen

Seit über hundert Jahren ist Maasmechelen untrennbar mit dem Kohlebergwerk von Eisden verbunden. Schlendern Sie durch das Gartenviertel, entdecken Sie, wie die Bergleute lebten, schlüpfen Sie über interaktive Apps in die Rolle eines Kumpels oder genießen Sie nach Maasländer Art gutes Essen und Trink

1. Machen Sie einen Citytrip in der Cité

Ab 1908 wurde mit dem Bau von Häusern für die Bergleute in Eisden begonnen. Dadurch entstand ein ganzer Stadtteil, der von der Bergbaugesellschaft betrieben wird: das Gartenviertel oder Cité. Es war ein eigenständiges Dorf, das völlig unabhängig funktionierte, mit Geschäften, Schulen, einer Kirche und sogar einer eigenen Gendarmeriebrigade.

Malerische Arbeiterhäuschen, geräumige Direktorenvillen, breite Alleen mit riesigen Bäumen und überall Gärten, Parks und Beete: Hier lässt es sich wunderbar flanieren. Gehen Sie unbedingt an der St. Barbara-Kirche aus dem Jahr 1937 vorbei. Der Architekt nannte dieses monumentale Gebäude die „Bergwerkskathedrale". Ein Blick genügt, um zu verstehen, warum.

Sie können bei Visit Maasmechelen oder in der Sint-Barbarakerk, Kastanjelaan 26, parken und abfahren.

Mögen Sie es interaktiv? Die Herita-App nutzt die neuesten Technologien, um die Geschichten des Gartenviertels auf Ihrem Telefon zum Leben zu erwecken. Die Route dieses animierten Kulturerbe-Spaziergangs beginnt bei Visit Maasmechelen.

2. Folgen Sie Matteo Simoni im Bergarbeitermuseum

Wussten Sie, dass die Innenszenen von "Marina", Stijn Coninx' Film über das Leben von Rocco Granata, im Museum des Bergarbeiterhauses gedreht wurden? Dafür gibt es einen guten Grund: Die Stiftung Kulturerbe stattete dieses ehemalige Bergmannshaus ab 1925 mit Gegenständen, Möbeln und persönlichen Gegenständen ehemaliger Bergleute, die aus ganz Europa nach Eisden gekommen sind, aus. Auch die verschiedenen Dekorationstechniken wurden sorgfältig imitiert. Das Museum ist am Sonntagnachmittag geöffnet.

3. Erklimmen Sie ein Fördergerüst oder eine Halde

An der Rezeption von Connecterra, dem Haupteingangstor des Nationalparks Hoge Kempen, befinden sich zwei Fördertürme. Bei einem der beiden, der wunderschön restauriert wurde, kann man die Treppe bis zu einer Höhe von 12 Metern hinaufsteigen. Am unteren Ende des Schachtes sehen Sie alte Bilder des Bergwerksgeländes. Die Wanderwege, die von hier ausgehen, führen Sie auf den Gipfel einiger ehemaliger Halden (aufgeschüttete Gesteinsmassen). Von hier aus haben Sie eine schöne Aussicht über das Gartenviertel und die Umgebung.

4. Übernehmen Sie die Rolle eines Bergarbeiters (ideal für Kinder!)

Wandern und Kulturerbe sind langweilig? Das ist ohne die B'Oscars gerechnet, dem wichtigste Preis für Naturtalente ab 7 Jahren. Über eine App und ein Büchlein, die Sie an den Toren des Nationalparks Hoge Kempen kaufen, werden Sie von keinem Geringeren als Ree Witherspoon und Arnold Schwarzenever, den berühmtesten Schauspielern des Nationalparks, ins Schlepptau genommen. Über die App spielen Sie Videos und Soundclips ab und erhalten Aufträge und Codestücke, mit denen Sie einen B'Oscar erhalten können. 

Auf Connecterra kriecht man in die Haut eines Bergarbeiters. Herausforderungen und Spiele stellen Sie auf die Probe: Sind Sie so mutig, stark und klug wie ein Bergmann? Und was ist mit Ihrem Sprachtalent?

5. Staunen Sie über Bodensenkungen durch Bergwerke

Beim Steinkohleabbau ließ man regelmäßig einen Gang einstürzen. Dies führte zu großen Bodenabsenkungen, die in Eisden-Dorp ihre Spuren hinterließen. Einige Häuser mussten sogar abgerissen werden.

Diese Senkungen können Sie sehr gut an den Hängenden Gärten, einem grünen Rastplatz am Deich der Zuidwillemsvaart, am Fahrradknotenpunkt 55 sehen. Hier sehen Sie den Kanal auf der einen Seite und das Eisden-Dorf auf der anderen Seite, das Dutzende von Metern tiefer liegt. An der Ecke gibt es ein Haus, in dem sich einst das Café Knevels befand. Dieses Haus befand sich bis 1936 auf gleicher Höhe wie das Wasser.

Ein paar hundert Meter weiter entlang des Kanals befindet sich der Kruinenpad, ein Pfad zwischen den Baumkronen, von dem aus man auch den Höhenunterschied der Bergwerksabsenkung erkennen kann.

6. Abendessen in einem Bergwerksgebäude

Im Inneren des Grand Café Casino, an der Kirche St. Barbara, wo Sie kulinarische Köstlichkeiten im authentischen Rahmen des ehemaligen Bergmannskasinos genießen können, trifft Altes auf Modernes.

In der Brasserie des Hotels Terhills können Sie in entspannter Atmosphäre in einem der schönsten Bergwerksgebäude von Eisden speisen.

Im Grand Café Leonardo können Sie in einer ehemaligen Villa eines Bergbauingenieurs die echte italienische Küche kosten.

In einem Direktorenhaus an der Koninginnelaan finden Sie das Restaurant de Mangerie, wo Sie in ruhiger, grüner Umgebung die klassische belgische Küche genießen können.

7. ‘Trinken Sie einen’ auf nostalgische Weise 

Das Café De Statie an der Spoorwegstraat 10 befindet sich zwischen der Mechelse Heide und dem Tuinwijk und ist in einem ehemaligen Bahnhofsgebäude untergebracht. Hier sehen Sie auch einen Teil der Kohletrasse, die das Bergwerk von Eisden mit denen von Winterslag und Waterschei in Genk verband. Der ideale Ort, um ein regionales Bier oder eine dampfende Tasse Kaffee mit Limburger Kuchen zu genießen.

Sie können auch in die Radfahrercafé-Brasserie De Karbonkel gehen und dort einen Imbiss oder ein Getränk zu sich nehmen. Es befindet sich entlang des Kinos und hinter der historischen Fassade des Badesaals der Zeche.

8. An einem Bergmannsbier nippen

Kompel ist der Name einer Reihe regionaler Biere aus Maasmechelen, die die Bergbautradition ehren. Diese Biere, die bereits mehrere internationale Preise gewonnen haben, können in zahlreichen Gastronomiebetrieben in Maasmechelen und Umgebung verkostet werden. Prost!

9. Shoppen Sie auf dem Pauwengraaf

Das Gartenviertel hatte einen eigenen Bergwerksladen, aber die Bergleute waren nicht verpflichtet, hier einzukaufen. Schon bald siedelten sich Händler am Rande der Cité an. So entstand das Pauwengraaf, wo die Bergleute allzu oft auf Pump kauften. Es ist nach wie vor ein multikultureller Hotspot für Menschen, die unprätentiös einkaufen, essen und die lokale Atmosphäre einatmen möchten. Wussten Sie übrigens, dass Matteo Simonis Großvater hier einen kleinen Laden hatte, von wo aus er mit einem Lastenfahrrad durch das Gartenviertel fuhr, um sein Eis zu verkaufen?

10. Übernachten in einem ehemaligen Bergwerksgebäude

Das Hotel Terhills befindet sich im ehemaligen Verwaltungssitz - daher der Straßenname Zetellaan - des Bergwerks. Dieses wunderschöne Gebäude stammt aus den 1930er Jahren.

Porta Cité ist ein charmantes Hotel mit 5 Zimmern in einem ehemaligen Ingenieurhaus am Rande des Gartenviertels.

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